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Der SVA kann doch noch siegen
Montag, 19. April 2010
Nach 97 Minuten rissen Spieler, Trainer und Betreuer des SVA Bad Hersfeld die Arme hoch: Mit dem 4:3 (3:1) bei Germania Ober-Roden gelang dem Schlusslicht der Fußball-Oberliga Hessen nach sechs Niederlagen endlich das erste Erfolgserlebnis in diesem Jahr.

Das ändert zwar wohl nichts am Abstieg des SVA, „ist aber gut für die Moral. Es hat sich in den vergangenen Partien angedeutet, dass wir unsere ersten Punkte holen“, meinte Bad Hersfelds Trainer Norbert Rickert, der am Dienstag mit seinem Team auf Eschborn trifft (19 Uhr, Asbach) zufrieden. „Ich kann vor dieser Rumpftruppe nur den Hut ziehen.“ Ohne sechs Stammspieler angetreten verschlimmerten sich die Personalsorgen des SVA während der Partie noch weiter: Bereits nach 22 Minuten humpelte Lukas Humburg, der bereits angeschlagen in die Begegnung gegangen war, vom Feld. Kurz vor dem Seitenwechsel erwischte es dann Dominik Oelschläger mit einer Außenbandverletzung am linken Fuß. Und kurz vor Spielende schied auch noch Michael Geyer aus.
Früher Rückschlag

Die Partie begann mit einem Paukenschlag, als die Hausherren durch Ghebru bereits nach 120 Sekunden in Führung gingen. Der 18-Meter-Schuss des Ober-Rodeners sprang unglücklich für SVA-Schlussmann Michael Panthen auf, prallte gegen den Innenpfosten und dann ins Tor.

Mit einem Doppelschlag gegen die enttäuschenden Germanen wendeten die Bad Hersfelder die Partie aber nach einer Viertelstunde. Zunächst staubte Oelschläger einen Lattenknaller von Geyer per Kopf ab (15.), dann köpfte Tim Gonnermann aus vier Metern unter die Latte. „Die Partie hat für uns unglücklich angefangen, dann aber haben wir fast jede Chance genutzt“, sagte Rickert. So auch in der 45. Minute, als Peter Göbel im Nachschuss auf 3:1 erhöhte. Ober-Rodens Teamchef Sasan Tabib meinte zur Leistung seiner Elf: „Das war beschämend.“
Pfeiffer verschießt Strafstoß

Nach der Pause agierte Ober-Roden ein wenig engagierter, das nächste Tor erzielte aber wieder Hersfeld durch den eingewechselten Sebastian Fey (52.). 120 Sekunden nach dem 2:4 hatte Christian Pfeiffer die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, donnerte einen Handelfmeter aber an die Latte (67.). Ober-Roden drängte nun, schaffte aber nur noch das 3:4 durch Russ (82.). Bei einem 30-Meter-Lattenknaller von Ober-Rodens Öztas (90.+1) hatte der SVA das nötige Glück auf seiner Seite, gegen den freistehenden Colucci (90.+4) und Salems 30-Meter-Freistoß (90.+6) reagierte Panthen zweimal stark und hielt den Sieg fest.

Ober-Roden: Spasovski - Christophori (55. Colucci), Akinwale, Popovic, Daudi - Szollar, Ghebru - El Aadmi, Göktas, Salem - Russ

Bad Hersfeld: Panthen - Domachowski, Humburg (22. Müller), Masic, Wiegand - Gonnermann, C. Pfeiffer - Göbel (82. Habryka), Geyer, Oeschläger (43. Fey) - Simon

Tore: 1:0 Ghebru (2.), 1:1 Ölschläger (15.), 1:2 Gonnermann (17.), 1:3 Göbel (45.), 1:4 Fey (52.), 2:4 Colucci (65.) 3:4 Russ (82.).

Schiedrichter: Pfeiffer (Nieder-Wöllstadt) - Z: 70.

Gelb-Rote Karte: Szollar (88./Ober-Roden)

von hersfelder-zeitung.de
 
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