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1:6 – Wieder SVA-Debakel
Sonntag, 28. März 2010
Nach dem bitteren 1:8 bei der U 23 des FSV Frankfurt erlitten die Hessenliga-Fußballer des SVA Bad Hersfeld beim OSC Vellmar den nächsten herben Nackenschlag. 1:6 (1:4) unterlagen die Schützlinge von Neutrainer Norbert Rickert und sehen die Felle im Kampf um den Klassenerhalt immer mehr davon schwimmen. Der Auftritt des Tabellen-Schlusslichts war dabei völlig indiskutabel. So wunderte es nicht, dass Rickert auf der anschließenden Pressekonferenz deutliche Worte fand: „Die Tendenz geht klar Richtung Verbandsliga, da müssen wir ehrlich miteinander sein. Wir haben hier unsere Abschiedsreise angetreten.“ Es gab in der Tat nur sehr wenig, was den Hersfeldern Hoffnung für die nächsten Wochen machte.

Eines steht jedenfalls fest: Viel schlechter können die Asbacher kaum noch spielen. Die Abwehr wackelte bei jedem Vellmarer Angriff und die Offensive fand fast gar nicht statt. „14 Gegentore aus zwei Spielen zeigen, dass es bei uns in der Defensive hapert“, sagte Rickert, dessen Elf dennoch unglücklich auf die Verliererstraße geriet.

14 Minuten lang begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, ehe Christian Winter der Ball im eigenen Strafraum an die Hand sprang. Daniel Spieth ließ sich die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen.

Der Vellmarer Stürmer avancierte in der Folge dann zum Hersfelder Alptraum. Nur fünf Minuten nach der Führung schlich sich der 26-Jährige in den Rücken der SVA-Abwehr und traf nach einer Flanke von Christopher Wendler mit dem Kopf. Und weitere sieben Minuten später umspielte Spieth Hersfelds Torhüter Christian Kirbus, der zuvor einen Schuss von Dominik Lohne nicht festhalten konnte. Ein lupenreiner Hattrick in nur zwölf Minuten.
Kirbus allein gelassen

Vor allem Kirbus konnte einem dabei leid tun. Der Schlussmann wurde von seinen Vorderleuten immer wieder allein gelassen und musste mehrmals in Eins-gegen-Eins-Situationen Kopf und Kragen risikieren. Gegen Dominik Lohne (44., 64.) und Sebastian Ullrich (77.) parierte er glänzend, hatte aber verständlicherweise nicht viel Spaß an diesem verkorksten Nachmittag.

„Du hast das Gefühl, im Moment geht jedes Ding rein“, sagte Kirbus, „als Torwart fühlst du dich da auch allein gelassen.“ Trotz aller Enttäuschung fand der Torwart aber schnell seinen Kampfgeist wieder: „Gegen Schwalmstadt müssen wir nun alles geben, wir dürfen uns nicht noch so ein Spiel erlauben.“

Spieth mit seinem vierten Treffer des Tages (38.), Lohne (74.) und Amando Aust (81.) machten das Hersfelder Debakel dann perfekt. Christian Winter gelang lediglich der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:3, als er nach einem Lattenkopfball von Christian Pfeiffer den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Es blieb jedoch der einzige Lichtblick an diesem Tag.

von hersfelder-zeitung.de
 
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