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2. Relegationsspiel gegen Eddersheim
Freitag, 5. Juni 2009

Es ist noch alles offen: Mit dem mehr als glücklichen 0:0-Remis im Auftaktspiel der Relegationsrunde zur Fußball-Hessenliga gegen die Sportfreunde Seligenstadt erhält sich der SVA Bad Hersfeld die Chance auf den Aufstieg.

Allerdings war das torlose Remis auf neutralem Platz vom Kämpferischen her ein echter Kraftakt für die Asbacher Mannschaft. "Spielerisch war das eines unserer schlechtesten Spiele", stellt Steffen Oelschläger fest. Die Mannschaft sei nie in Tritt gekommen, so der SVA-Coach, der zum Schluss nicht wusste, ob er lachen oder weinen sollte. Schließlich muss sich bis zum Samstag im Auswärtsspiel in Eddersheim (Beginn 18 Uhr) ganz viel ändern, wenn der Tabellenzweite der Verbandsliga diese Aufstiegsrunde noch erfolgreich bestehen will.
hier gehts zum Kader des FC Eddersheim

Da wäre zum Beispiel das Mittelfeld. Das fand im Prinzip am Mittwoch nicht statt. Da war keine ordnende Hand beim SVA zu finden, Keiner, der den Ball mal für ein paar Sekunden in den eigenen Reihen hielt. So kam auch kein Schwung in die Angriffsreihe. Auf den Außenpositionen mussten Akteure wie die schnellen Roger Domachowski oder auch Michael Geier und Sebastian Fey in den Zweikämpfen obendrein viel aushalten. Oelschläger, der wegen der defensiven Taktik ein Teil des Unentschiedens auf sich nimmt, wird mit Sicherheit umstellen. "Es wird sich auf einigen Positionen etwas ändern", kündigt der Coach an. Gut möglich, dass Andreas Brieschke von Beginn an spielen wird. Zahlreiche Duells waren geprägt von taktischen Fouls, wobei die SVA-Spieler viel abbekamen. Aber die Akteure sahen ihr Spiel viel mehr selbstkritisch. "Wir hätten die Dinger nicht so oft blasen sollen, hätten mehr Ruhe reinbringen sollen", so Domachowski. Und Geier monierte, dass man nie den Respekt vorm Gegner ablegen konnte, der schon nach drei Minuten mit dem ersten Lattentreffer die Asbacher schreckte: "Das hat gesessen. Später haben wir uns auch in den Zweikämpfen den Schneid abkaufen lassen. Wir haben auch ganz wenige Abpraller bekommen."Im Prinzip hatten die Asbacher nur eine einzige Chance, als Domachowski auf Daniel Heß flankte und dessen Kopfballableger von einem Abwehrspieler gerade noch so abgeblockt wurde. Der Mannschaftskapitän selbst brachte es auf den Punkt: "Seligenstadt hat heute einfach sehr gut gespielt, wir haben keine Mittel gefunden."

Sehr unzufrieden waren die Asbacher im übrigen mit dem Ausrichter VfB Gießen. Dessen A-Jugendmannschaft trainierte auf dem Platz, blockierte vor dem Spiel eine Hälfte des Platzes. Während Seligenstadt sich in der anderen Hälfte seelenruhig warmmachen konnte, blieb dem SVA ein vielleicht zehn Meter breiter Streifen übrig. Erst fünf Minuten vor Spielbeginn holte der Gießener Trainer seine Jugendlichen vom Platz. Kurz vor dem Anpfiff mussten dann beide Team noch ein paar Minuten warten, weil kein Spielball zur Verfügung stand.

 

von hersfelder-zeitung.de vom 04.06.2009

 
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