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Asbacher Jungs werden langsam unheimlich
Montag, 3. November 2008
SVA Sieg gegen ESWWarum auch vorzeitig ein Spiel entscheiden? Daran sind die Verbandsliga-Fußballer des SVA Bad Hersfeld nicht mehr gewöhnt. Auch im Heimspiel gegen Eschwege ließ sich der Spitzenreiter aus Asbach quälend viel Zeit. Genau gesagt 92 Minuten. Dann sorgte ein Strafstoß von Torjäger Christian Winter für das 1:0 und einen Sieg, der Rückhalt bedeutet für das Gipfeltreffen am kommenden Wochenende beim Verfolger Schwalmstadt.

"Das wird mir ja schon langsam unheimlich", bemerkte Asbachs Trainer Steffen Oelschläger zur neuerlichen späten Entscheidung. Doch weshalb sollte es dem SVA-Coach Kopfzerbrechen bereiten, wann und wie der Erfolg zustande kam? Wieder blieben drei Punkte in Asbach. Und wieder feierten sich die SVA-Kicker lautstark als Tabellenführer.

 Bilder von Friedhelm Eyert in der Galerie

Es ließe sich trefflich darüber streiten, ob der Sieg verdient war oder nicht. Sicher ist, dass sich die Asbacher derzeit reichlich Anleihen beim Glück nehmen. Denn der Strafstoß war nicht nur eine späte, sondern auch eine umstrittene Entscheidung, nachdem der in der 61. Minute eingewechselte Mustafi im Eschweger Strafraum zu Fall gekommen war.

Dabei hätten die Asbacher schon gleich in der Anfangsphase den Erfolg anschieben können. Sie starteten mit einem hohen Tempo, die Spieler in Gelb-Schwarz. Und sie hatten gleich tolle Chancen. Die erste in der fünften Minute, als sich Müller und Winter durch die Eschweger Abwehr spielten, der SVA-Torjäger aber dann an dem glänzend reagierenden Gäste-Schlussmann Sebastian Laubach scheiterte.

Kurz darauf senkte sich ein Schuss von Fey gefährlich auf das Tor der Gäste (9.). Und wieder nur wenige Zeit später scheiterte Winter nach einer Flanke von Hess zum zweiten Mal an Laubach (15.). So blieb es ein Strohfeuer, das die Asbacher in der ersten Viertelstunde abbrannten. Danach verflachte die Partie. Asbach verzettelte sich mehr und mehr, spielte einfach zu ungenau, um das Spiel weiter kontrollieren zu können.

Wohl regelrecht in Not geraten wäre die SVA-Mannschaft, wenn Eschweges Mathias Kaufmann mit einem Kopfball in der 54. Minute nicht nur an die Latte getroffen hätte. Denn die Gäste spielten auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer. Doch wer einmal oben angekommen ist, dem fällt das Siegen bekanntlich leichter als den Teams im Abstiegskampf.

SVA Bad Hersfeld: Kirbus - Hess, Ebinger, Brieschke, Veapi, Wiegand (61. Masic), Fey (78. Göbel), Geyer, Winter, Gonnermann, Müller (61. Mustafi)

SV Eschege: Laubach - Vollmamm, Wolf, M. Kaufmann, Güldner, Bazzone, Sankiewicz, J. Kaufmann, Kazak, Bounakhla, Kostowiecki (86. Wiesenfeller)

SR: Krah (Herolz)

Z: 200

Tor: 1:0 Winter (92. Foulelfmeter)

von hersfelder-zeitung.de vom 02.11.2008

 
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